Rendite-Risiko-Abschätzung für die Anlagestrategie AsCo-GlobalInvest (mit Zielrisikoquote)

Global investieren mit individueller Risikoausrichtung

Mit unserer Anlagestrategie „AsCo-GlobalInvest“ ermöglichen wir unseren Kunden an der Entwicklung der Weltwirtschaft zu partizipieren und zwar mittels eines breit gestreuten, global ausgerichteten Wertpapierportfolios aus Aktien- und Anleihen-Investments. Die Anlagestrategie wird dabei individuell auf die persönliche Risikobereitschaft der Kunden, ihre jeweiligen Anlageziele und ihren jeweiligen Anlagezeitraum abgestimmt.
Ein zentraler Bestandteil dieser Abstimmung ist die Festlegung der kundenindividuellen Ziel-Risikoquote, die wiederum maßgeblich die Höhe des Aktienanteils im Portfolio (Aktienquote) bestimmt. Nach dem fundamentalen Gesetz der Kapitalmarkttheorie gilt dabei, dass eine höhere Aktienquote (unter sonst gleichen Umständen) zwar eine höhere Rendite erwarten lässt, im Gegenzug aber auch mit stärkeren Renditeschwankungen zu rechnen ist.

Rendite-Risiko-Abschätzung

Mit Szenarioanalysen ist es möglich abzuschätzen, wie sich Anlagestrategien mit unterschiedlichen Aktienquoten über verschiedene Zeiträume entwickeln können. Entsprechend lässt sich daraus ableiten, in welcher Bandbreite sich die zukünftige Rendite und damit auch der zukünftige Endwert der Vermögensanlage der jeweiligen Anlagestrategie in Abhängigkeit vom Anlagezeitraum mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (Konfidenzintervall) voraussichtlich bewegen werden.
Zur Durchführung dieser Szenarioanalysen sind zunächst Annahmen zu den statistischen Verteilungseigenschaften von Aktien- und Anleihenrenditen und deren Korrelation (Wirkungszusammenhang) zu treffen. Darüber hinaus sind Schätzungen der erwarteten Jahresrendite von Aktien und Anleihen sowie deren jeweilige Volatilität (Schwankungsbreite) notwendig und auch zentral für das Ergebnis der Szenarioanalysen.

Beispiel

Das Portfolio eines Anlegers weist eine Aktienquote in Höhe von 70% auf. Entsprechend sind 30% des Portfolios in Anleihen investiert.
Auf Basis der eingestellten Renditeschätzungen — 8,1% erwartete Jahresrendite für Aktien mit einer Volatilität von 15% und 3,7% erwartete Jahresrendite für Anleihen mit einer Volatilität von 5%, jeweils vor Kosten und Steuern — ergibt sich für das Gesamtportfolio eine erwartete (arithmetische) Jahresrendite von 6,8% und eine (aussagekräftigere) erwartete Median- oder geometrische (Langfrist-)Rendite von 6,2% p.a. Die erwartete Volatilität des Portfolios beträgt 10,8% p.a.


Quelle: Asset Concepts GmbH

Aufgrund der hohen Kursschwankungen am Aktienmarkt liegt es auf der Hand, dass ein Portfolio mit einer Aktienquote in Höhe von 70% in einzelnen Jahren auch starken Renditeschwankungen unterliegt.
Diese Renditeschwankungen relativieren sich aber mit der Länge des Anlagezeitraums. Dies rührt daher, dass auf Jahre mit einer schlechten Aktienmarktentwicklung regelmäßig „gute Aktienjahre“ folgen, in denen die Kursrückgänge wieder aufgeholt und entstandene Wertverluste durch Wertaufholungen regelmäßig überkompensiert werden.
Die nachfolgende Tabelle und deren grafische Darstellung verdeutlichen dies. Die Bandbreite der über den gesamten Anlagezeitraum zu erwartenden Langfrist- oder Median-Portfoliorendite ist entscheidend vom Anlagezeitraum abhängig. Je länger der Anlagezeitraum, umso geringer diese Bandbreite.


Quelle: Asset Concepts GmbH

Bei dem eingestellten Konfidenzintervall von 90% umfasst die Renditebandbreite bei einem Anlagezeitraum von einem Jahr eine Spanne von -9,9% bis +25,3%. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, dass mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 90% damit zu rechnen ist, dass nach Ablauf eines Jahres ein Portfolio mit einer Aktienquote in Höhe von 70% eine Rendite zwischen – 9,9% und + 25,3% aufweisen wird. Mit einer jeweiligen Restwahrscheinlichkeit von 5% ist in einem einzelnen Jahr im pessimistischen Fall mit einer Rendite noch unterhalb von -9,9% oder im optimistischen Fall oberhalb von 25,3% p. a. zu rechnen.
Mit zunehmenden Anlagezeitraum nimmt die Bandbreite, innerhalb derer sich die annualisierte Portfoliorendite mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 90% voraussichtlich bewegen wird, deutlich ab. Bei einem sehr langen Anlagezeitraum von 50 Jahren kann dies, wie dargestellt, sogar dazu führen, dass ein Portfolio mit einer Aktienquote von 70% in mehr als 95% der Fälle mit einer annualisierten Langfristrendite über 3,8% sogar eine höhere Rendite erzielen wird als ein reines Anleihenportfolio (ohne Aktien) mit der angenommenen Rendite von 3,7%.
Im Kern bedeutet dies, dass der Anlagezeitraum bei der Beurteilung des „Risikos“ einer Vermögensanlage eine sehr entscheidende Rolle spielt: Je länger das Vermögen investiert bleibt, umso stärker können Anleger von den langfristigen Renditechancen der Aktienmärkte profitieren und umso eher werden Kursrückschläge am Aktienmarkt durch anschließende Wertaufholungen überkompensiert. Die Schwankungsbreite der annualisierten Langfristrendite nimmt ab und das langfristige Anlageergebnis wird besser einschätzbar.
Zur Verdeutlichung des Einflusses der annualisierten Langfristrendite auf den Endwert einer Vermögensanlage zeigen die nachfolgende Tabelle und deren grafische Darstellung, welcher Endwert im pessimistischen, mittleren und optimistischen Fall bei einem angenommenen (Einmal-)Anlagebetrag in Höhe von Euro 100.000 und der eingestellten Aktienquote in Höhe von 70% in Abhängigkeit des Anlagezeitraums zu erwarten ist.


Quelle: Asset Concepts GmbH

Fazit

Die Rendite-Risiko-Abschätzung soll dabei helfen, besser zu verstehen, welchen zentralen Einfluss die Aktienquote und der Anlagezeitraum auf die zu erwartende Langfristrendite und den Endwert, also auf das Ergebnis einer Vermögensanlage haben. Die Rendite-Risiko-Abschätzung zeigt dabei explizit nicht, was sicher eintreten wird, sondern welche Bandbreite an Ergebnissen unter den gewählten Annahmen möglich ist und was im optimistischen, mittleren und pessimistischen Fall voraussichtlich zu erwarten ist. Auf Basis dieser Informationen kann der Anleger fundiert entscheiden, welche Aktienquote und daraus abgeleitet, welche Ziel-Risikoquote seiner objektiven Risikotragfähigkeit und seiner subjektiven Risikoneigung am besten gerecht wird.